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Schiller an F. Niethammer, 23. Juli 1803

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Weimar 23. Jul. [Sonnabend] 1803.

Da Sie bißher Fichtes Angelegenheiten wegen seines Hauses in Jena besorgt haben, werthester Freund, so übersende ich Ihnen beifolgendes Document, worinn er seine Anfoderung an das Haus auf mich überträgt, und ersuche Sie angelegentlich die Hypothec und Capital bei dem Stadtrath zu Jena auf Meinen Nahmen in das Hypotheken Buch schreiben zu lassen. Fichte hat sich vor einiger Zeit dieser Sache wegen an mich gewendet und wünschte für seine Foderung an Krieg baares Geld zu erhalten. Ich habe Mittel gefunden, ihm diesen Dienst zu erzeigen und das Geld ist ihm bereits ausgezahlt. Es wird auch nöthig seyn, dem Notarius Krieg diese Veränderung insinuiren zu lassen und die noch rückstehenden Interessen von 1802 biß 1803 von demselben einzutreiben.

Da Sie Fichtes und Mein Bestes gern besorgen, wie ich weiß, so nehme ich keinen Anstand, Ihnen diese Angelegenheit zu übergeben, auch werden Sie entweder selbst oder durch Ihre rechtskundigen Freunde unterrichtet seyn, was in dieser Sache Juris ist.

Seit 8 Tagen bin ich von Lauchstädt wo ich einige Wochen war, wieder zurück und habe immer darauf gehofft Sie einmal hier zu sehen. Machen Sie Sich doch in diesen schönen Tagen einmal auf den Weg.

Die liebe Frau grüßen wir beiderseits recht herzlich. Eine Braut v. Messina lege ich für sie bei.

Ganz und immer der Ihrige

Sch.