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Briefe an Charlotte von Lengefeld

Charlotte von Lengefeld, Gemälde von SimanowizAls Schiller besuchte mit seinem Freund Wilhelm von Wolzogen im Dezember 1787 die thüringische Stadt Rudolstadt und lernte hierbei Charlotte von Lengefeld und deren Familie kennen. Im Februar 1890 wurde sie seine Ehefrau. Charlotte von Lengefeld wurde geb. 22. November 1766 in Rudolstadt geboren. Am Juli 1826 starb sie in Bonn.

"Lollo" – wie sie Schiller häufig nannte – verbrachte ihre Kindheit in Rudolstadt gemeinsam mit ihrer älteren Schwester, der späteren Schriftstellerin Karoline von Wolzogen (1763–1847). Ihr Vater war Oberlandjägermeister Karl Christian von Lengefeld (1715–1775). Er starb früh und hinterließ seine in wirtschaftlichen Dingen völlig  unerfahrene Frau Luise von Lengefeld, geb. von Wurmb (1743–1823), mit den beiden Töchtern. Um finanziellen Engpässen der Familie zu entgehen, willigte Luise in die Ehe zwischen Friedrich Wilhelm Freiherr von Beulwitz und ihrer ältesten Tochter Karoline ein.

Schiller fühlte sich sowohl zu Charlotte als auch zu ihrer Schwester Caroline hingezogen. Schiller dachte über eine Dreierbeziehung nach. Charlotte konnte sich hierfür in keiner Weise erwärmen. Aus der in Wenigenjena geschlossenen Ehe gingen vier Kinder hervor. Die Beziehung zu ihrer Schwester verlor zunehmend an Bedeutung. Besonders in den Jahren 1788 und 1789 entbrannte zwischen den dreien ein intensiver Briefwechsel.

Die Briefe in chronologischer Reihenfolge