HomeDramenDie Verschwörung des Fiesco zu Genua

Die Verschwörung des Fiesco zu Genua

Nach der Premiere seiner Räuber begann Schiller mit der Arbeit am Fiesco. Stoff gibt ihm die historische Verschwörung von Giovanni Luigi de Fieschi gegen Andrea Doria in Genua im Frühjahr 1547. Schiller nutzt hierbei die historischen Gegebenheiten für seine dramatischen Charakterexperimente. Schiller spinnt daraus eine dreifache Verschwörung. Im Fiesco schuf eine undurchsichtige, freie Person, die sowohl die Möglichkeit des Tyrannen als auch die eines Befreiers von der Tyrannei in sich birgt. Das Trauerspiel in fünf Akten, das am Mannheimer Theater zunächst abgelehnt wurde, wurde 1783 erstmals in Bonn aufgeführt.

Andreas Doria, Portrait von Sebastiano Del Piombo, um 1526. Schiller strickt um die historische Verschwörung um den Dogen von Genua eine dreifache Verschwörung, eine Geschichte zwischen Tyrannei und bürgerlicher Befreiung.In der Handelsmetropole regierte über 19 Jahre lang der nunmehr 80-jährige Doge Andrea Doria. Sein Neffe Gianettino Doria soll sein Nachfolger werden. Gegen die Herrschaft der Dorias und seinen tyrannischen Neffen hegt sich Widerstand. Um den Republikaner Verrina scharen sich eine Reihe eigensüchtiger Mitverschwörer. Nur die Zugehörigkeit des Lebemanns Fiesco, dem jungen Grafen von Lavagna, zu den Verschwörern ist ungewiss. Sowohl Verrina als auch durch Gianettino Doria, sehen Fiesco als Gefahr an. Anschläge, Mord und Umsturz nehmen seinen Lauf.

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