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Kategorie: Gedichte

Laura am Klavier

Wenn dein Finger durch die Saiten meistert – Laura, itzt zur Statue entgeistert, Itzt entkörpert steh ich da. Du gebietest über Tod und Leben, Mächtig wie von tausend Nervgeweben Seelen fordert Philadelphia; – Ehrerbietig leiser rausch... mehr

Die Herrlichkeit der Schöpfung

Eine Phantasie Vorüber war der Sturm, der Donner Rollen Das hallende Gebirg hinein verschollen, Geflohn die Dunkelheit; In junger Schöne lächelten die Himmel wieder Auf ihre Schwester, Gottes Erde, nieder Voll Zärtlichkeit. Es lagen lust... mehr

Elegie auf den Tod eines Jünglings

Banges Stöhnen, wie vorm nahen Sturme, Hallet her vom öden Trauerhaus, Totentöne fallen von des Münsters Turme, Einen Jüngling trägt man hier heraus: Einen Jüngling – noch nicht reif zum Sarge, In des Lebens Mai gepflückt, Pochend mit... mehr

Rousseau

Monument von unsrer Zeiten Schande! Ewge Schandschrift deiner Mutterlande! Rousseaus Grab, gegrüßet seist du mir. Fried und Ruh den Trümmern deines Lebens! Fried und Ruhe suchtest du vergebens, Fried und Ruhe fandst du hier. Kaum ein Grabmal... mehr

Die seligen Augenblicke

An Laura Laura, über diese Welt zu flüchten, Wähn ich – mich in Himmelmaienglanz zu lichten, Wenn dein Blick in meine Blicke flimmt, Ätherlüfte träum ich einzusaugen, Wenn mein Bild in deiner sanften Augen Himmelblauem Spiegel schwimm... mehr

Spinoza

Hier liegt ein Eichbaum umgerissen, Sein Wipfel tät die Wolken küssen, Er liegt am Grund – warum? Die Bauren hatten, hör ich reden, Sein schönes Holz zum Baun vonnöten Und rissen ihn deswegen um.... mehr

Die Kindsmörderin

Horch – die Glocken weinen dumpf zusammen, Und der Zeiger hat vollbracht den Lauf. Nun, so seis denn! – Nun, in Gottes Namen! Grabgefährten, brecht zum Richtplatz auf! Nimm, o Welt, die letzten Abschiedsküsse, Diese Tränen nimm, o Welt, n... mehr

In einer Bataille

Von einem Offizier Schwer und dumpfig, Eine Wetterwolke, Durch die grüne Ebne schwankt der Marsch. Zum wilden eisernen Würfelspiel Streckt sich unabsehlich das Gefilde. Blicke kriechen niederwärts, An die Rippen pocht das Männerherz, Vor... mehr

An die Parzen

Nicht ins Gewühl der rauschenden Redouten Wo Stutzerwitz sich wunderherrlich spreißt Und leichter als das Netz der fliegenden Bajouten Die Tugend junger Schönen reißt; – Nicht vor die schmeichlerische Toilette, Wovor die Eitelkeit, als i... mehr

Der Triumph der Liebe

Eine Hymne Selig durch die Liebe Götter – durch die Liebe Menschen Göttern gleich! Liebe macht den Himmel Himmlischer – die Erde Zu dem Himmelreich. Einstens hinter Pyrrhas Rücken, Stimmen Dichter ein, Sprang die Welt aus Felsenst... mehr