Dresden, 20. April [Donnerstag] 1786.
Wahrlich, ich fange an zu glauben, daß Ihr Narren seid; denn so viel Glück als Euch auf Eurer Reise begleitet, würde keinem gescheidten Menschen zu Theil werden. Mitten im April entschließt sich der Himmel...
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Dresden d. 24. April [Montag] 1786.
Weil ich euch doch diesen Abend nicht selbst empfangen kann so soll es wenigstens mein Brief. Ich befürchtete nicht genug Schlafstellen im Posthausse anzutreffen und beschloß also lieber wegzubleiben, weil ich...
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Dresden d. 1. Mai [Montag] 86.
Allerdings – sagt Oeser – hast Du Ursache, nicht gar zu sehr mit mir zufrieden zu sein; aber Du kennst ja Deinen Mann – wäre es anders, so müßte die Zeit aus ihren Fugen gekommen sein. Uebrigens was hätte i...
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Dresden, d. 5. Mai [Freitag] 86.
Schicken Sie mir, was von den Philosophischen Briefen gedruckt ist, mit der nächsten Post, weil ich es zur Fortsetzung nothwendig brauche. Ich wünschte von Herzen, daß dieses Heft wäre fertig geworden.
Ihren...
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Dresden d. 17 Mai [Mittwoch] 1786.
Die jezige und beinah auch die vorige Woche sind für mich ein eigentliches Schlaraffenleben, denn ich genieße nur von der Minute. Unthätig bin ich beinahe ganz. Einige Soupees, ein gewißer Violinspieler Frän...
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Dresden d. 17. Mai [Mittwoch] 86.
Deine Gedichte habe ich erhalten; ehe ich sie aber durchlese will ich dir wenigstens noch einige Zeilen schreiben.
Nach reifer Ueberlegung finde ich, daß eine Gattung litteratrischer und bürgerlich-philosophi...
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Dresden d. 17 Mai [Mittwoch] 1786.
Recht großen Dank, lieber Profeßor, daß Sie die Güte hatten mir eine so äuserst angenehme Nachricht zu communicieren. Ich komme eben vom Hotel de Pologne meinen Freund und seine Mlle Tochter dort aufzusuchen...
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Dresden, den 24. Mai [Mittwoch] 1786.
Da mein Freund Schwan gesonnen ist, über Weimar zu reisen, und Ew. Wohlgeboren da zu besuchen, so benutze ich diese Gelegenheit mit Vergnügen, mein Andenken bei Ihnen zu erneuern und Ihnen wenigstens noch ei...
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Dresden, 2. Jun. [Freitag] 86.
Sein Sie so gut, lieber Göschen, und schicken mir noch ein gut conservirtes Exemplar des 1sten Hefts der Thalia auf Rechnung. Ich möchte es gern meinem Herzog v. Weimar schicken. Aber es eilt.
Wie man mir Hoffnu...
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Dresden d. 24. Jul. [Montag] 86.
Ich bin in einer sehr unpoetischen Verlegenheit lieber Kunze, aus der Du mich reissen must. Koerner hat mir angekündigt, dass ich zu seinem Kinde Gevatter stehen soll, und dass ich das nicht gern abweise, wirst Du...
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