Jena 10. Febr. [Sonntag] 99.
Es ist eine Ewigkeit, daß ich weder an Dich noch an sonst einen Menschen in der Welt geschrieben habe. Du weißt aber die Verhinderung und wirst mich entschuldigt haben. Seit etlichen Tagen bin ich von Weimar zurück,...
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Jena 10. Febr. [Sonntag] 99.
Es däucht mir eine Ewigkeit, daß ich Ihnen, werthester Freund, nicht geschrieben habe, aber wenn ich Ihnen melde, daß ich die vergangenen zwey Monate mich abgequält habe um die Piccolomini auf die Bühne zu bringen...
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Jena den 18. Februar [Montag] 1799.
Ihren Gründen gegen die Vorstellung von Wallensteins Lager kann ich nichts entgegen setzen. Zwar als ich das Stück schrieb, kam mir keine solche Bedenklichkeit; aber ich setze mich jetzt an Ihren Platz und muÃ...
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Jena 19. Febr. [Dienstag] 99.
Haben Sie doch die Güte lieber Freund mit erster Post 5 Carolin an den Herr Baumeister Hölzel zu Mannheim im MaterialHof wohnhaft in meinem Nahmen zu übermachen. Jene Leute haben mir vor 14 Jahren bei meinem Auffen...
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Jena, den 1. März [Freitag] 1799.
Sie sprachen in ihren Bemerkungen mehreres treffend und glücklich aus, was ich in das Stück habe legen wollen und dem Takt des Zuschauers überlassen mußte, heraus zu fühlen, daß mich diese Versicherung mein...
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Jena, 25. März [Montag] 99.
Hier endlich schicke ich Dir das opus. Sei so gut und lies es erst mit Bedacht für Dich, daß Du ein wenig damit bekannt wirst, ehe Du es vorliesest. Du kannst es 14 Tage behalten.
Ich habe keine Zeit mehr gehabt e...
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25 März [Montag].
Verzeihen Sie mir, liebe Freundin, daß ich Ihr Gedicht so lange bei mir behalten habe und so spät ein Wort darüber sage. Ich wollte es genießen und mit ganzer Besonnenheit studiren. Dieses konnte ich nicht, bis ich meines ei...
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Jena 8 April [Montag] 99.
Was Du mir von dem ersten Eindruck des Wallensteins schreibst hat mich sehr erfreut, und belohnt mich für den langen Zwang, den ich mir anthat, Dir nichts einzelnes davon zu schicken.
Hier lege ich nun noch die neue B...
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Weimar 13. April [Sonnabend] 99.
Das Arrangement das ich mit dem dießjährigen Almanach gemacht, veranlaßt mich, Ihnen diesen Brief noch auf die Messe nach Leipzig zu schrieben.
Ich habe ein kleines episches Gedicht, von der Größe wie Göth...
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[Weimar 20 April. Sonnabend. 1799.]
Charlottens Geist und Herz können sich nie verläugnen. Ein rein gefühltes Dichtwerk stellt jedes schöne Verhältniß wieder her, wenn auch die zufälligen Einflüsse einer beschränkten Wirklichkeit es zuwei...
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Er ist euer Augapfel gewesen bisher; nun aber ärgert dich dein Auge, sagt die Schrift, so reiß es aus. Es ist besser, einäugig gen Himmel als mit zwei Augen in die Hölle.