Kategorie: Jahr 1796 – Briefe Goethe Schiller
Es thut mir recht leid, daß ich Voß nicht sehe; gute persönliche Verhältnisse sollte man ja nicht versäumen von Zeit zu Zeit durch die Gegenwart wieder zu erneuern. Leider darf ich mich gegenwärtig nicht einen Augenblick zerstreuen; der Roman i...
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Jena den 18. Juni 1796.
Voß ist noch nicht hier, wenigstens hab' ich noch nichts von ihm gesehen. Da ich sehr zweifle, ob Sie kommen werden, so lasse ich diesen Brief, zu dem sich eine schöne Gelegenheit darbietet, immer abgehen.
Die Idylle h...
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Jena den 20. Juni 1796.
Voß ist noch nicht gekommen; er schrieb nur kurz, daß unangenehme Störer die Reise rückgängig machten. Es thut mir wirklich leid, seine persönliche Bekanntschaft nicht gemacht zu haben, indessen wäre sie mit einem se...
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Ihre zwei lieben und werthen Briefe, nebst dem Zwieback, habe ich erhalten und da heute früh das Pensum am Romane geschrieben ist, will ich dieses Blatt für morgen voraus dictiren.
Noch rückt das achte Buch ununterbrochen fort, und wenn ich die...
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Jena den 24. Juni 1796.
Sie haben wohl recht, daß die Broschüre mich in eine eigene Welt führen werde. Mein Lebenlang hätte ich in mir selbst so eine Fratzensammlung nicht zusammenbringen können, und jeder Strich trägt den Stempel daß man a...
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Es ist mir sehr lieb, daß Ihnen das Fastnachtsspiel aus der andern Welt den gehörigen Spaß gemacht hat. Ich will doch nach den neuesten Reichstagssachen fragen, und besonders nach einigen Broschüren, die in dieser angeführt sind; es wäre lustig...
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Hier schicke ich endlich das große Werk und kann mich kaum freuen daß es so weit ist; denn von einem so langen Wege kommt man immer ermüdet an. Ich habe es auch nur einmal durchsehen können, und Sie werden also noch manches nach der Intention zu ...
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Jena den 27. Juni 1796.
Herzlichen Dank für die Sendung. Sie trifft mich bei heiterm Sinne, und ich hoffe, sie mit ganzer Seele zu genießen.
Der Abschied von einer langen und wichtigen Arbeit ist immer mehr traurig als erfreulich. Das ausgesp...
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Erwarten Sie heute noch nichts Bestimmtes von mir über den Eindruck den das achte Buch auf mich gemacht. Ich bin beunruhigt und bin befriedigt, Verlangen und Ruhe sind wunderbar vermischt. Aus der Masse der Eindrücke, die ich empfangen, ragt mir in...
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Herzlich froh bin ich, daß wir auch endlich diese Epoche erreicht haben und daß ich Ihre ersten Laute über das achte Buch vernehme. Unendlich viel ist mir das Zeugniß werth daß ich, im Ganzen, das was meiner Natur gemäß ist, auch hier, der Nat...
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