Kategorie: Jahr 1798 – Briefe Goethe Schiller

Der Briefwechsel zwischen Schiller und Goethe im Jahr 1798.

446. An Schiller, 7. April 1798

Hätten mich die kleinen häuslichen Geschäfte, welche jetzt nothwendig abgethan sein wollen, nur in Ruhe gelassen, so wäre ich gewiß nicht so bald von Ihnen weggegangen, um so weniger als ich, bei Ankunft des schönen Wetters, auch eine recht gut... mehr

447. An Goethe, 10. April 1798

Jena den 10. April 1798. An dem Amor, der hier zurückfolgt, erkennt man gleich die kräftige und solide Kunst unsers Meisters, wenn er sich nur nicht an der Spitze des kleinen Werkleins vor dem er zu stehen kommen soll, etwas zu streng und zu ern... mehr

448. An Schiller, 11. April 1798

So ungern ich von Jena abreiste, so war es doch eben die rechte Zeit. Manches was hier stockte mußte wieder in Gang gebracht werden und nun rücken sowohl allgemeine als besondere Angelegenheiten besser vorwärts. Iffland giebt wirklich, vom 24sten ... mehr

449. An Goethe, 24. April 1798

Jena den 24. April 1798. Endlich bin ich wieder im Stande Ihnen selbst von meinem Befinden Nachricht zu geben. Vierzehn Tage war ich zu allem unfähig, weil sich der Rheumatism in den Kopf gesetzt hatte, und noch darf ich vor den nächsten acht Ta... mehr

450. An Schiller, 25. April 1798

Ich kann Ihnen nur so viel sagen daß ich mich freue wieder einen Brief von Ihrer Hand zu sehen. Möchte sich Ihre Gesundheit doch immer zunehmend bessern. Iffland hat seinen Eisigmann fürtrefflich gespielt. Naturell, Studium, Ueberlegung, alte u... mehr

451. An Goethe, 27. April 1798

Jena den 27. April 1798. Ich sende Ihnen hier Cottas Antwort auf meine Anfrage wegen der zu verlegenden kleinen Abhandlungen. Es ist ihm, wie Sie sehen, zu viel daran gelegen etwas von Ihnen zum Verlag zu bekommen, als daß er seine Desideria und ... mehr

452. An Schiller, 28. April 1798

Ich bin, um mit Lieutenant Wallen zu reden, so zu sagen in Verzweiflung daß Sie diesmal an unsern Theatralischen Abenteuern keinen Antheil nehmen können, sowohl weil Sie eines hohen Genusses entbehren, als auch weil alles zur Sprache kommt was uns ... mehr

453. An Goethe, 1. Mai 1798

Jena den 1. Mai 1798. Da wir jetzt in den Wonnemond getreten sind, so hoffe ich auch wieder auf die Gunst der Musen und hoffe daß ich in meinem Garten finden werde, was ich schon lang entbehre. Mit Ende dieser Woche denke ich hinauszuziehen, wenn... mehr

454. An Schiller, 2. Mai 1798

Iffland fährt fort seine Sache trefflich zu machen und zeichnet sich als ein wahrhafter Künstler aus. An ihm zu rühmen ist die lebhafte Einbildungskraft, wodurch er alles was zu seiner Rolle gehört zu entdecken weiß, dann die Nachahmungsgabe wod... mehr

455. An Schiller, 2. Mai 1798

Vorstehendes war geschrieben als ich Ihren lieben Brief erhielt. Möge das gute Wetter Sie bald in den Garten locken und Sie draußen aufs beste begünstigen. Ueber Pygmalion wollen wir methodisch zu Werke gehen, denn wenn man, bei der großen Ein... mehr