Kategorie: Jahr 1798 – Briefe Goethe Schiller

Der Briefwechsel zwischen Schiller und Goethe im Jahr 1798.

456. An Goethe, 4. Mai 1798

Jena den 4. Mai 1798. Meine Frau hat mir von Ihrer freundschaftlichen Aufnahme, von der bunten lebhaften Gesellschaft bei Ihnen und von Ifflands lustigem Apotheker sehr viel zu erzählen und zu rühmen gewußt. In solchen närrischen Originalen is... mehr

457. An Schiller, 5. Mai 1798

Iffland hat nun gestern mit dem Amtmann in der Aussteuer geschlossen, nachdem er mir in dem Laufe seiner Vorstellungen gar manches zu denken gegeben, das im ganzen mit dem was Sie äußern übereinstimmt. Wir werden darüber manches zu sprechen haben... mehr

458. An Goethe, 8. Mai 1798

Jena den 8. Mai 1798. Ich hab' es bei dem gestrigen unsichern Wetter gewagt, meinen Auszug in den Garten zu halten und es ist mir nach Wunsch gelungen. Nun sitze ich endlich wieder hier in meinem ländlichen Eigenthum, die Besuche haben sich aber ... mehr

459. An Schiller, 9. Mai 1798

Zu Ihrer Gartenwohnung wünsche ich Ihnen Glück, die Jahrszeit wie die Witterung ist außerordentlich schön und ich hoffe Sie bald auf Ihrem Grund und Boden zu besuchen. Den Verlust der vergangnen Tage konnten mir nur die Ifflandischen Abende er... mehr

460. An Goethe, 11. Mai 1798

Jena den 11. Mai 1798. Das Wetter hält sich noch immer gut und so erwacht auch nach und nach wieder die Neigung und die Stimmung zur Arbeit bei mir. Uebrigens aber ist die Heiterkeit des Frühjahrs der düstern Schwere eines fünften Aktes an ein... mehr

461. An Schiller, 12. Mai 1798

Ihr Brief hat mich, wie Sie wünschen, bei der Ilias angetroffen, wohin ich immer lieber zurückkehre, denn man wird doch immer, gleich wie in einer Montgolfiere, über alles irdische hinausgehoben und befindet sich wahrhaft in dem Zwischenraume in w... mehr

462. An Goethe, 15. Mai 1798

Jena den 15. Mai 1798. Am Himmelfahrtstag ist Cotta hier; wenn Sie bis dahin auch hier sein könnten, wär' es recht hübsch. Schreiben Sie mir, wenn Sie nicht selbst kommen, was Sie ihm in Rücksicht auf Ihre Schrift gesagt wünschen. Am besten w... mehr

463. An Schiller, 16. Mai 1798

Ihr Brief trifft mich wieder bei der Ilias! Das Studium derselben hat mich immer in dem Kreise von Entzückung, Hoffnung, Einsicht und Verzweiflung durchgejagt. Ich bin mehr als jemals von der Einheit und Untheilbarkeit des Gedichts überzeugt, und e... mehr

464. An Goethe, 18. Mai 1798

Jena den 18. Mai 1798. Da es wohl seine Richtigkeit hat, daß keine Ilias nach der Ilias mehr möglich ist, auch wenn es wieder einen Homer und wieder ein Griechenland gäbe, so glaube ich Ihnen nichts Besseres wünschen zu können, als daß Sie I... mehr

465. An Schiller, 19. Mai 1798

Zu dem ersten Blatt Ihres lieben Briefes kann ich nur Amen sagen, denn es enthält die Quintessenz dessen was ich mir wohl auch zu Trost und Ermunterung zurief. Hauptsächlich entstehen diese Bedenklichkeiten aus der Furcht mich im Stoffe zu vergreif... mehr