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Schiller Ode »An die Freude« – Interpretation, Inhaltsangabe, Text, Videos

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Beethovens Vertonung der Ode

Bei der Vertonung der Ode »An die Freude«, die Ludwig van Beethoven immer schon beabsichtigte, nutzte er nicht das ganze Gedicht. Im letzten Satz seiner berühmten 9. Sinfonie hat er Passagen des Schillerschen Werkes vertont. Hierbei verwendet er die 1. und die 3. Strophe vollständig. Von den Strophen 2 und 4 nutzt Beethoven nur Teile. Der letzte Satz von Beethovens 9. Sinfonie gehört zu den bekanntesten musikalischen Werken Beethovens überhaupt. Er ist auch die offizielle Europa-Hymne, allerdings ohne den Text Schillers. Als man sich in Europa auf das Musikstück einigte, wollte man keine europäische Sprache bevorteilen.

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Kommentare

    1. Liebes Schwesterchen. Damals hat man einen beträchtlichen Teil der Menschheit nicht richtig ernst genommen. Oder anderes herum, die andere Hälfte hat sich einfach zu wichtig gemacht. Diese aufgeblasenen Frechlinge!

  1. Wer schickt das mal an Donald Trump? Könnte sein, dass er sogar bereit und in der Lage wäre, die Weihen Zeilen zu lesen. Aber bitte nicht in der englischen Fassung, die klingt so fürchterlich. Auch Horst Seehofer wäre ein durstiger Adressat.

    1. Götter sind für den Menschen unerreichbar. Mit diesem Vers der 6. Strophe beginnt Schiller, die Wirkungen der Freude zu beschreiben. Er beschreibt, dass man in der Freude den Göttern gleich wird und dass die Sorgen des Lebens in der Freude von den Menschen abfallen.

    1. Die Zeit, in der Schiller „An die Freude“ schrieb, ist für Schiller eine Zeit des Übergangs. Er schrieb an seinem Don Carlos, der sich inhaltlich und – besonders – in der Form schon deutlich von den Sturm und Drang Dramen unterschied. Ebenso bearbeitete er seine „Briefe über die ästhetische Erziehung des Menschen“, einer philosophischen Schrift, mit der Schiller quasi auch in Richtung Klassik umschwenkte. So richtig begann seine klassische Schaffensperiode aber erst mit der Zusammenarbeit mit Goethe, und das war 1787.
      Eine Ode ist ja auch immer mit einem Gefühl von Überschwang verbunden und dazu gehört auch die Sprache dieser Ode. Doch deswegen das Gedicht gleich dem Sturm und Drang zuzuordnen, das wäre sicher verkehrt. Inhaltlich befasst sich das Gedicht mit dem (klassischen) Ideal eine Gesellschaft freier Menschen, in der die Freude das Bindeglied ist. So ist die Ode schon eher Schillers klassischer Schaffensperiode zuzuordnen.

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