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Die Braut von Messina – Zusammenfassung & Inhaltsangabe

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Ort und Zeit der Handlung

Die Szene versetzt Schiller nach Messina in Sizilien. In Messina regierte seit 1061 ein normannisches Fürstengeschlecht. Dass es in Messina eigentlich keinen Fürsten gab, sondern der König von Siziliens über alle dortigen Städte herrschte, kümmerte Schiller nicht weiter. Seine Handlung ist ganz frei erfunden. Schiller denkt sich die Vorfahren der feindlichen Brüder in die normannische Herrschaft über Messina. Er nimmt dabei die Teilung Siziliens in viele kleine Fürstentümer an. Der Chor sagt, das fremde, jetzt in Messina herrschende Geschlecht sei auf dem Seeschiff vor der Sonne Untergang vor langer Zeit gekommen. Zuerst gastlich angenommen, habe es sich der Herrschaft bemächtigt. Dies widerspricht aber der Geschichte. Schiller begründet die Wahl der Stadt Messina auch hierin, weil er in seinem Stück neben der christlichen Religion auch die griechische Götterwelt und maurischen Aberglauben zeigt. In Messina hätten die drei Religionen lebendig fortgewirkt.

Wichtige Personen

  • Donna Isabella, die Fürstin von Messina
  • Don Manuel, 1. Sohn der Isabella
  • Don Cesar, 2. Sohn der Isabella
  • Beatrice, Tochter von Isabella
  • Diego, ein Diener

Der Chor nach antikem Vorbild

Schiller gestaltet sein Drama ist der Form einer antiken Tragödie. Dabei benutzt er einen Chor, der die Sprache beleben und die Handlung beruhigen soll. Dieser dient als Bindeglied zwischen Sinnlichkeit und Ideal. Hierdurch glaubt er, echte Poesie erzeugen zu können. Im Grunde genommen verwendet Schiller zwei Chöre. Er ordnet sie den feindlichen Brüdern Don Cesar und Don Manuel als Anhängerschaft zu. Teilweise greift der Chor durch sein Reden oder auch sein bewusstes Schweigen in das Geschehen ein. Hierdurch unterscheidet sich der Schillersche Chor vom antiken Vorbild.

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