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Die Braut von Messina – Zusammenfassung & Inhaltsangabe

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Zusammenfassung der Handlung der »Braut von Messina«

Vorgeschichte

Über dem Fürstenhaus in Messina lastet ein Fluch. Diesen hat der Großvater von Don Manuel und Don Cesar über ihren Vater ausgesprochen. Die Ehe ihres Vaters war diesem ein Frevel und so erstreckt sich der Fluch über das gesamte Geschlecht. Ein Traum erregte den Vater eindringlich: Durch seine Tochter würden seine Söhne den Tod erleiden. Die Tochter sollte daher sterben. Doch auch die Königin träumte, aber ganz entgegengesetzt: Ihre Tochter würde die feindlichen Brüder versöhnen, träumte Isabella. So ließ sie Beatrice heimlich in ein Kloster schaffen, in dem sie abgeschieden aufgewachsen war. Niemand wusste davon bis auf den alten Diego.

Die Handlung

Isabella hat es endlich erreicht, dass ihre Söhne sich sehen wollen und in der väterlichen Halle zusammentreffen. Mit allem Aufwand mütterlicher Beredsamkeit erreicht sie noch mehr. Mit ihrer gewohnten raschen Leidenschaft werfen die Brüder die Feindschaft hinter sich und fallen sich versöhnt in die Arme. Dass sich beide verliebt haben, trägt dazu bei, sie in friedliche Stimmung zu versetzen. Jeder hat nun nichts eiligeres zu tun, als seiner jungen Liebe nachzugehen. Don Manuel tut es mit aller feierlicher Sicherheit eines Besitzenden, der die Geliebte nur noch als Braut zur Mutter führen und den Schleier des Geheimnisses wegziehen muss. Don Cesar tut es mit der raschen ungestümen Werbung um die lang Gesuchte und endlich Gefundene. Beim Begräbnis seines Vaters war er der in Verkleidung Teilnehmenden begegnet und in Liebe entbrannt. Beide aber verfahren dabei gleich herrisch: Manuel mit allem breiten Pomp eines Fürsten, der sich vor der Geliebten nun endlich als der zeigen will, der er ist. Cesar aber mit der herrischen Gewalttätigkeit, der seiner Geliebten gar nicht die Frage stellt, ob sie ihn liebt und haben will. Vielmehr tritt er ihr als ein ganz fremder gegenüber und erklärt sie vor Zeugen zu seiner Braut. In diesem raschen „Liebesverfahren“ kommt er dem langsameren Bruder zuvor.

Dass dies möglich ist, daran trägt Beatrice selbst die Schuld. Auch sie hat eigenwillig hinter dem Rücken des Bräutigams gehandelt. Statt im Garten zu bleiben, wohin sie Don Manuel gebracht hatte, um auf ihn zu warten, ist sie in die Kirche hinübergegangen. Schon einmal hatte sie diese gegen seinen Willen betreten. Dort haben Beatrice nun die Späher des Bruders ausgekundschaftet. Dies Wissen freilich zunächst nur wir.

Für die handelnden Personen steht die Sache jetzt so erfreulich als möglich: Ein förmliches Aufatmen geht durch die verfluchte Fürstenhalle. Die Brüder sind nicht nur versöhnt, sondern gleich glaubt jeder, der beglückten Mutter die zukünftige Gattin vorstellen zu können. Die zum ersten Mal ihres Lebens vor Glück stolze Mutter überrascht die Brüder mit der Mitteilung, dass die Brüder auch noch eine Schwester haben, die sie ihnen bisher vorenthalten hatte.

Doch das Unglück rollt heran und sein erstes Rollen kommt in der Nachricht des alten Diego, dass die Fürstentochter, die er bringen sollte, aus dem Kloster verschwunden sei. Man vermutet die Tat von Seeräubern. So störend den Brüdern dieser Zwischenfall ist, so stellt es doch ihr Empfinden höher, dass sie, die eben versöhnt wurden, nun eine gemeinsame Sorge um eine Schwester haben. Zu Rache, Rettung und Suche wollen beide nun aufbrechen.

Don Manuel hat aber schon eine böse Ahnung. Denn dass die Schwester aus einem Kloster verschwand, macht ihn bedenklich. Er selbst hatte seine Braut aus einem Kloster befreit. Umso rascher eilt er zuerst zu ihr, um sich Gewissheit zu verschaffen. Aber auch Cäsar will schnell seine Braut in den Schutz der Mutter stellen, ehe er mit der Suche nach seiner Schwester beginnt.

Nun tritt das Unheil ein, dass die ganze Vergangenheit sorgfältig vorbereitet hat: Die Brüder treffen zusammen in dem Augenblick, da Don Manuel durch seine Fragen an Beatrice der Gewissheit nahe gekommen ist, dass die Geliebte auch seine Schwester sei. In diesem Augenblick stürmt Don Cesar herein, sieht die Braut in den Armen des Bruders. Der alte Hass und das kaum besiegte Misstrauen flammen fürchterlich wieder auf. Voller Eifersucht sticht er seinen Bruder nieder. Noch weiß er nicht, dass die Braut auch seine Schwester ist. Seine Braut sendet er zur Mutter.

Isabella empfängt die ohnmächtige Beatrice als die aus der Hand von Räubern gerettete Tochter. Da wird ihr der Leichnam des älteren Sohnes gebracht. Sie denkt, dass er im Kampf um die Befreiung der Schwester gefallen ist. Als aber Beatrice aus ihrer Ohnmacht erwacht und Don Cesar erscheint, fällt der Donner nieder mit dem zündenden Blitz, der das ganze Fürstenhaus von Messina in Asche legt. Die Frauen, die sich vom ersten Entsetzen gefasst haben, denken in dumpfer Ergebung an die Möglichkeit eines Weiterlebens, einer Heilung der Wunden durch Zeit und Gebet. Don Cesar aber sieht keinen anderen Ausweg, als sich über den Brudermord selbst zu richten und tötet sich.

 

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