Weimar d. 25. Dec. [Donnerstag] 88.
Du wirst vorigen Posttag auf einen Brief von mir gerechnet haben, aber ein Paquet, das ich an Göschen fortzuschicken hatte, nahm mir auch die lezte Minute weg ob ich gleich gar nicht zu Bett gekommen war. Ich h...
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[Weimar] Neujahr [Donnerstag] 1789.
Ich muß Euch doch auch ein schönes neues Jahr wünschen, aber für jetzt nur in Prosa. Verlängere Euch der Himmel das, was Ihr bisher Gutes genossen habt, und helfe Euch vom Schlimmen! Mit 1788 hat meine bish...
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Weimar, 12. Januar [Montag] 1789.
Diese Tage habe ich Deine Sache mit Wieland berichtigt. Er kennt Dich durch Göschen und Bertuch von einer gewissen Seite längst, und hat allen Respekt vor Dir. Gewöhnlich werden jetzt Aufsätze, die bloß einge...
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Weimar, d. 17. Jenner [Sonnabend] 1789.
Diese Professur soll der Teufel holen; sie zieht mir einen Louisd’or nach dem andern aus der Tasche. Die Geheimen Kanzleien von Gotha und Coburg haben ich bereits mit Contos für Expeditionsgebühren einge...
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Weimar, 2. Februar [Montag] 1789.
Daß Du jetzt schrecklich fleißig arbeiten mußt, sehe ich aus Deiner Correspondenz. Das ist schon der vierte Posttag, daß ich auf den versprochenen ausführlichen Brief warte, und wenn auch der, sowie die vorig...
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Weimar 25. Februar [Mittwoch] 1789.
Diesmal hast Du Dich ja außerordentlich angegriffen: drei Briefe in zweien und Manuscript. Ich weiß gar nicht, was ich Dir schönes genug sagen soll. Das letzte werde ich erst noch lesen; also zu den Briefen.
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Weimar, 5. März [Donnerstag] 1789.
Göschen hat Ordre von mir bekommen, Dir mit erster Post die Thalia zuzuschicken, die nun fertig ist. Mit väterlicher Freude wirst Du Dein wohlerzogenes Kind darin erblicken, das mir beim wiederholten Lesen imm...
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Weimar 9. März [Montag] 89.
Eben erhalte ich Deine 2 Briefe und weiß nichts beßres zu thun, als sie gleich zu beantworten. Die Streitfrage wegen der Künstler ist in Rücksicht Deiner und meiner ihrer Entscheidung sehr nahe; denn entweder erhal...
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Weimar, 10. März [Dienstag] 1789.
Ich komme eben von einer Geisteswanderung zurück; ein Schnupfen hinderte mich am Schreiben, da habe ich meiner Phantasie einmal den Zügel schießen lassen. Deine Idee, ein episches Gedicht aus einer merkwürdig...
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Weimar d. 26. Merz [Donnerstag] 89.
Ich war diese und die vorige Woche in Jena, um für ein Logis zu sorgen, das ich auch so ziemlich nach meinen Wünschen gefunden habe. Die Dienstfertigkeit einiger dortiger Menschen erleichtert mir meinen ersten...
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