[Rudolstadt, November 1788.]
Nein gewiß! Wir wollen uns diesen Sommer und diesen Frühling nicht reuen lassen, ob er gleich vergangen ist; er hat unsere Herzen mit schönen seligen Empfindungen bereichert, er hat unsre Existenz verschönert und d...
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[Rudolstadt, November 1788.]
Wüßte ich nur etwas, womit ich Sie eben so schön an mich erinnern könnte, als Ihre schöne Zeichnung Ihr Bild bei mir lebendig halten wird. Diß bedarf zwar keiner äußer...
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[Rudolstadt, 10. Nov. Montag 1788.]
Dank Ihnen beiden, daß Sie einen freundlichen Antheil an meinem Geburtstage nehmen. Mir wird er immer vor vielen andern merkwürdig seyn, weil Ihre Freundschaft in diesem Jahre für mich aufblühte. Ich hoffe, ...
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[Rudolstadt, 11. Nov. Dienstag 1788.]
Sie mischen mir da Süßes und Bittres so durcheinander, daß ich nicht sagen kann, ob mehr dieses neue Zeichen Ihrer Freundschaft und diß Pfand Ihres Andenkens mich rührt, als die deutliche Vorstellung unsr...
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[Rudolstadt, 12. Nov. Mittwoch 1788]
Eben seh ich Ihren Wagen herauffahren. Es ist mir, als reisten wir miteinander. Ich möchte Sie doch gerne heute noch sehen, wärs auch nur von weitem, und einen Augenblick. Die Anstalten zur Reise betäuben mi...
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Weimar d. 14. [Nov. Donnerstag] 1788.
Mein erster ruhiger Augenblick ist für Sie. Ich komme eben nach Hause, nachdem ich mich den ganzen Tag bei den Leuten herumgetragen habe, und für diese Mühe belohne ich mich mit einem recht lebhaften Andenk...
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Weimar d. 14. Nov. [Freitag] 1788.
Seit vorgestern bin ich wieder in meiner einstweiligen Heimat. Meine lezten Tage in Rudolstadt und meine Ersten hier waren so voll Zerstreuungen und Geschäften, dass ich nicht dazu kommen konnte, Dir zu schreibe...
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Weimar den 19. Nov. [Mittwoch] 88.
Ich bitte Sie reissen Sie mich, sobald Sie können aus einer Ungewißheit, in die mich Ihr Paket gesetzt hat. Mit Ungeduld habe ich schon 3 Tage auf die Botenfrau gewartet, die mir Nachricht von Ihnen bringen sol...
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Abends d. 22. Nov. [Sonnabend] 1788.
Ich muss Ihnen doch noch einen schönen guten Abend sagen.
Ich habe heute Ihren Geburtstag auf eine für mich gar angenehme und wohlthätige Art beschloßen. Der Himmel schenkte mir eine gute Stimmung (er mu...
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[27. November 1788] Donnerstag Abends.
Eben komme ich nach Haus und finde das liebe Rudolstädtsche Päckchen; auch, damit alles angenehme zusammenkommt, einen Brief von meinem Körner.
Wie freut es mich, daß Sie Sich an Ihrem Geburtstag mit u...
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Ich will alles um mich her ausrotten, was mich einschränkt, daß ich nicht Herr bin. Herr muß ich sein, daß ich das mit Gewalt ertrotze, wozu mir die Liebenswürdigkeit gebricht.