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Kategorie: Briefwechsel von Schiller und Goethe

862. An Schiller, 11. Juni 1802

Meine Arbeit hat gut gefördert, ob sie gleich viel weitläufiger geworden ist, als ich gedacht habe. Einige Motive gegen das Ende sind noch auszuführen, übrigens ist alles schon ins reine und in die Rollen geschrieben. Sonntag Abend hoffe ic... mehr

863. An Goethe, 12. Juni 1802

Weimar, 12. Juni 1802. Ich erhalte einen Brief von Ihnen, indem ich Sie heute ganz zuversichtlich selbst erwartete, und mir diesen Abend das Vergnügen versprach, Ihre Arbeit vorlesen zu hören. Ich werde morgen um sechs Uhr Abends nicht fehlen un... mehr

864. An Goethe, 24. Juni 1802

Weimar, 24. Juni 1802. Da es sich nicht hat schicken wollen, daß ich mich selbst nach Lauchstädt aufmachte, so will ich Ihnen meine besten Wünsche zu dem vorhabenden Geschäft schriftlich übersenden, den Erfolg und Verlauf hoffe ich bald mögl... mehr

865. An Schiller, 28. Juni 1802

Den Hofkammerrath, der morgen früh abreist, kann ich nicht ohne ein Wort an Sie gehen lassen. Erzählen mag er Ihnen umständlich wie die Eröffnung abgelaufen. Das Wetter begünstigte uns und das Vorspiel hat Glück gemacht. Der Schluß, ob er glei... mehr

866. An Schiller, 5. Juli 1802

Es geht mit allen Geschäften wie mit der Ehe: man denkt wunder was man zu Stande gebracht habe, wenn man copulirt ist und nun geht der Teufel erst recht los. Das macht weil nichts in der Welt einzeln steht und irgend ein Wirksames nicht als ein Ende... mehr

867. An Goethe, 6. Juli 1802

Weimar, 6. Juli 1802. Es war zu meinem Glück, daß ich Ihnen nicht nach Lauchstädt folgte, denn ich hätte nur den Samen eines Katarrhfiebers mitgenommen, das an dem nämlichen Sonnabend, wo Sie in L. zum erstenmal spielten, bei mir zum Ausbruch... mehr

868. An Goethe, 26. Juli 1802

(Weimar den 26. Juli 1802.) Herzlich heiße ich Sie hier willkommen und sehne mich Ihr Antlitz wieder zu sehen. Wenn es Ihnen recht ist, so komme ich zwischen drei und vier zu Ihnen. Ich muß Abends zeitig wieder zu Hause sein, weil mein Husten no... mehr

869. An Schiller, 10. August 1802

Anfangs war ich, wie Sie wissen, nicht sehr geneigt mein Vorspiel drucken zu lassen, gegenwärtig aber wollte ich Ihnen folgendes vortragen und Ihre Gedanken darüber hören. Gar viele Personen verlangen es zu lesen, besonders seit dem Aufsatz in ... mehr

870. An Schiller, 17. August 1802

Ob ich gleich von meinem hiesigen Aufenthalt wenig Productives rühmen kann und sonst eigentlich nicht wüßte warum ich hier sein sollte, so will ich doch wieder von mir hören lassen und Ihnen im allgemeinen sagen, wie es mit mir aussieht. Heute... mehr

871. An Goethe, 18. August 1802

Weimar, 18. August 1802. Sie können nie unthätig sein, und was Sie eine unproductive Stimmung nennen, würden sich die meisten andern als eine vollkommen ausgefüllte Zeit anrechnen. Möchte nur irgend ein subalterner Genius, einer von denen die... mehr