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Friedrich Schiller »Das Eleusische Fest« – Text, Inhaltsangabe, Interpretation

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Entstehung und Einordnung

Das Eleusische Fest, das Schiller schon längst in seinen Grundzügen vorschwebende „Gedicht von der Ceres“, wurde Ende August 1798, gleich nach der Bürgschaft, begonnen. Trotz der schlechten Stimmung, in die Schiller ein quälender Schnupfen versetzt hatte, vollendete er es am 7. September. Er verknüpft hierin das Mythologische mit den Anfängen der Zivilisation beim Übergang vom Nomadenleben zum Ackerbau. „Was die Mythologie hiermit Verwandtes hat“, schrieb Humboldt, „hielt er mit Begierde fest. Ganz den Spuren der Fabel getreu bleibend, bildet er Demeter [Ceres] , die Hauptgestalt in diesem Kreis, in dem er sich in ihrer Brust menschliche Gefühle mit göttlichen Gatten ließ, zu einer ebenso wundervollen als auch tief ergreifenden Erscheinung aus. Es war lange ein Lieblingsplan Schillers, die erste Gesittung Attilas durch fremde Einwanderungen episch zu behandeln. Das Eleusische Fest ist an die Stelle dieses unausgeführt gebliebenen Planes getreten.“

Dass das ganze Gesicht als Chorlied gedacht sei, zeigt schon die Überschrift Bürgerlied, wie es im Musenalmanach auf 1799 erstmals aufgeführt war. Die Überschrift änderte Schiller bei der Aufnahme in den Kanon seiner Gedichte (eigentlich sollte es Das Eleusinische Fest heißen), weil er „Bürgerlied“ zu allgemein fand, und nur die Kenntnis der griechischen Mythologie zur Verständlichkeit desselben beiträgt. Das Eleusische Fest gehört, ebenso wie „Die Götter Griechenlands“ und „Die Künstler“, zu den kulturgeschichtlichen Gedichten Schillers.

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