HomeInhaltsangabeDas Glück (Gedicht)

Friedrich Schiller »Das Glück« – Text, Inhaltsangabe, Interpretation

Seite 3 von 3
Bewertung:
(Stimmen: 20 Durchschnitt: 4)

Sprachliche Mittel: Versmaß und Reimform

Die Darstellung des Gedichtes ist schwungvoll und schwelgt fast ausschließlich im Gebrauch mythologischer Bilder. Reines, aus der Tiefe der Seele sprechendes Gemüt vermissen wir bei allem Glanz und bei aller Pracht der Bilder. Der Dichter hatte gezweifelt, ob er ein solches hymnusartige Gedicht in Distichen schreiben dürfe. Dieses Versmaß aber entspricht jeder aus dem äußeren Leben entspringenden Stimmung. Dem Gedicht liegt ja die allgemeine Klage über das Glück zu Grunde, deren Ungerechtigkeiten den Dichter aufgegangen ist.
Beim Distichon handelt es sich um ein klassisches elegisches Versmaß. Es ist ein reimloser Doppelvers aus einem Hexameter (6 Hebungen) und einem Pentameter (5 Hebungen). Der Pentameter hat nach der dritten Hebung eine Zäsur. Darauf folgt unmittelbar die vierte Hebung. Die Versfüße stellen i.d.R. Daktylen dar. Der letzte Fuß des Hexameters ist zweisilbig.
Das allgemeine Schema des Distichons (x = betonte Silbe; – = unbetonte; | = Zäsur):

x – – x – – x – – x – – x – – x –
x – – x – – x | x – – x – – x

Die Verse Schillers sind nicht immer nach dieser Reinform gebildet. Mitunter ersetzt ein Trochäus den Daktylus.

Dieser Beitrag besteht aus 3 Seiten:

Sag was oder frag was!