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Hero und Leander – Eine Ballade von Friedrich Schiller: Text, Inhaltsangabe, Interpretation

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Inhaltsangabe »Hero und Leander«

Mit einer spannenden Frage gedenkt Schiller an die Dardanellen-Schlösser und die Brandung an diesem Scheidepunkt zwischen Asien und Europa (Strophe 1). Hero und Leander lieben sich, aber ihre Väter treten ihrer Liebe entgegen (Strophe 2). Leander schwimmt jede Nacht zu der auf dem Felsenturm in Sestos einsam wohnenden Hero herüber und bleibt bis zum Morgen, wo er wieder zurück musste (Strophen 3 – 6). In Strophe 4 setzt sich Schiller mit der Macht der Liebe auseinander. Die Liebe rettet aus der Not. Die Liebe lehrt die Mittel, um die schrecklichsten Hindernisse zu überwinden. Selbst zur Unterwelt dringt die Liebe vor.

Die Macht der Liebe treibt auch Leander jede Nacht über das Meer zu Hero, die durch die am Turm aufgesteckte Fackel ihm den Weg leuchtete (Strophe 5). Bis zum Morgen freut er sich der Liebe. Dann aber muss er denselben Weg zurück (Strophe 6). So genießen sie einen Monat lang ihre Liebe und freuen sich dabei, dass die Nächte immer länger wurden (Strophen 7, 8). An einem Herbstabend sieht Hero das Meer ruhig und heiter (Strophen 9, 10). Hero fleht den Meergott und dessen Geliebte an, ihre Liebe zu begünstigen und den Geliebten ihr heute glücklich zuzuführen (Strophen 11 – 14). Kaum hat Hero durch die angezündete Leuchte den Geliebten zum gewohnten Wagnis eingeladen, verdunkelt sich der Himmel. Bald bricht ein fürchterlicher Sturm aus (Strophen 15,16). Hero trauert besorgt um den Geliebten und klagt über den Verrat des Meeres (Strophen 17 – 19). Der Sturm steigt, die Fackel erlöscht, Rettung scheint unmöglich (Strophe 20). Hero fleht Aphrodite und alle Götter an, zuletzt auch Leukothea, Leander wieder zu bringen (Strophen 21,22). Erst am Morgen hört der Sturm auf. Das nun wieder beruhigte Meer wirft eine Leiche an das Ufer (Strophe 23). Hero erkennt die Leiche. Der starren Verzweiflung folgt ihre Gewissheit, dass sie dem Geliebten folgen muss. Entschlossen stürzt sie sich vom Turm auf die Leiche Leanders, auf der sie stirbt. Das Meer aber freut sich seiner doppelten Beute (Strophen 24 – 26).

Dieser Beitrag besteht aus 4 Seiten:

Kommentare

  1. Unglückliche Formulierung: „In den Heroiden des Ovid findet sich ein Brief von Leander, worin dieser verspricht, sobald der Winter es gestatte, zu Hero herüber zu schwimmen.“ Jemand der die Heroides nicht kennt, könnte glauben, dass es sich um „echte Briefe“ und nicht um die poetische Fiktion von Briefen handelt.

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