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»Die Jungfrau von Orleans« von Friedrich Schiller – Zusammenfassung, Inhaltsangabe, Entstehung

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(Stimmen: 161 Durchschnitt: 4.2)

3. Aufzug

Königin Isabeau, Charakter aus dem Schiller-Drama Die Jungfrau von Orleans, Zeichnung von Friedrich Pecht, 1859

Königin Isabeau, Charakter aus dem Schiller-Drama „Die Jungfrau von Orleans“, Zeichnung von Friedrich Pecht, 1859

Im Lager des Königs wird über die Zukunft Frankreichs diskutiert. In Johannas Abwesenheit streiten sich auch Graf Dunois und La Hire darum, wer Johanna heiraten soll. Als Johanna im Lager eintrifft, lehnt sie beide Anträge mit dem Verweis auf ihren göttlichen Auftrag ab. In der darauf folgenden Schlacht kommt der englische Feldherr Talbot ums Leben. Johanna begegnet dem „Schwarzen Ritter“. Er versucht sie, sie von ihrer Mission abzubringen. Er ist die Personifizierung des in ihrer Seele vorgehenden Zwiespalts zwischen ihrer idealen Gottesliebe und ihren menschlichen Empfindungen. Gleich darauf begegnet Johanna dem englischen Offizier Lionel. Nachdem Johanna ihn im Kampf besiegt und sein Gesicht entblößt hatte, verliebt sie sich auf den ersten Blick in den feindlichen Offizier. Die Gefühle verwirren sie zutiefst. Als die französischen Truppen anrücken, muss Lionel fliehen.

4. Aufzug

Johanna schämt sich ihrer Gefühle für Lionel. Sie glaubt, ihren Auftrag verraten zu haben. Von diesen Zweifeln geplagt, nimmt sie an der Krönung von König Karl in Reims teil. Für ihren Dienst am Vaterland wird Johanna hoch verehrt. Nach der Zeremonie trifft sie ihre beiden älteren Schwestern und möchte gemeinsam mit ihnen nach Hause reisen. Doch ihr Vater, Thibaut d’Arc, tritt auf und beschuldigt Johanna der Hexerei. Zu den Vorwürfen schweigt sie. Sie wird verbannt. König Karl VII. fordert sie auf, die Stadt zu verlassen. Ihr einstiger Verehrer Raimond lässt sie auf diesem Weg nicht allein.

5. Aufzug

Agnes Sorel, Charakter aus dem Schiller-Drama Die Jugnfrau von Orleans, Zeichnung von Friedrich Pecht, 1859

Agnes Sorel, Charakter aus dem Schiller-Drama „Die Jungfrau von Orleans“, Zeichnung von Friedrich Pecht, 1859

Auf dem Weg in die Verbannung erfährt Johanna Ablehnung und Hass. Köhler halten sie für eine Hexe. Im Krieg hat sich das Blatt zugunsten der Engländer gewendet. Johanna beteuert Raimond, dass sie nie mit dem Teufel im Bunde war. Der Vorwurf ihres Vaters hat sie zutiefst beschämt. Wegen ihres Ungehorsams – die Liebe zu Lionel – hat sie die Strafe verdient, meint sie. Sie gibt sich nun ganz in die Hände Gottes. Sie gerät in die Gefangenschaft der Engländer. Lionel möchte sie schützen, Königin Isabeau will sie töten lassen. Doch ihre Gefühle zu Lionel sind jetzt erloschen. Sie fühlt sich nur noch Gott und ihrem Vaterland verpflichtet.

Johanna reißt sich von ihren Ketten los und zieht erneut in den Kampf. Die Schlacht wendet sich wieder zugunsten der Franzosen. Im Kampf wird Johanna aber tödlich verwundet. Von ihr geht plötzlich ein heller Schein aus. Sie erhebt sich ein letztes Mal. Nun ist sie befreit. Der König reicht ihr Frankreichs Fahne. Sie erkennt am Himmel einen Regenbogen. „Der Himmel öffnet seine goldnen Tore“, sagt sie. Als sie leblos niedersinkt, wird ihr Leichnam von der französischen Fahnen bedeckt.

Dieser Beitrag besteht aus 4 Seiten:

Kommentare

    1. Laura, vielleicht ist es am Besten, du liest die Zusammenfassung – so lang ist die nicht, dann entdeckst du eine Reihe von Schlüsselstellen, mit denen du dich befassen könntest. Dazu gehören beispielsweise die Stellen, wo Johanna ihren göttlichen Auftrag empfängt … oder wo sie dem schwarzen Reiter begegnet… oder wo sie bei der Krönung des Königs mit sich hadert und von ihrem Vater verraten wird … Im Grunde genommen wird alles in diesem Drama einzig von Johanna bewegt… Es sollte dir also leicht fallen, die Eckpunkte zu erkennen.

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