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Schiller an Amalie von Imhoff, 19. Februar 1803

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[Weimar 19. Febr. Sonnabend. 1803.]

Ich wünsche, daß die zierliche Maskerade auf morgen ihren Fortgang haben möchte und werde mich besonders erfreuen, meiner lieben Freundin als der Lorbeer-umkränzten Seherin zu begegnen:

Unter der Tanzenden Reihn, eine Trauernde wandelt Cassandra,
Mit dem Lorbeer Apolls kränzt sie die göttliche Stirn.
Auch die Trauer ist schön, wenn sie göttlich ist, und mit der Freude
Möge lieblich gesellt wandeln der heilige Ernst.

Für unsere liebe Braut von Messina sende ich Ihnen noch die Verse, worin der Anzug beschrieben ist. Helfen Sie ja unser jungfräuliches Prinzeßchen, das Sie so schön gemalt haben, morgen recht idealisch herauszuputzen. Unter den weiblichen Gestalten meiner Erfindung finde ich nur noch Hero mit der Fackel und etwa die Griechin im Geisterseher. Vielleicht wäre die Louison auch eine hübsche Maskenfigur für das Fräulein Flavie Fümel – sie würde sie in altfranzösischer, ländlicher Tracht gar schön darstellen. Johanna zwischen ihren beiden Schwestern würde eine schöne Gruppe machen.

Was auch zu Stande komme, so wird es mich morgen aufs angenehmste überraschen.

Sch.