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»Kabale und Liebe« von Friedrich Schiller – Zusammenfassung und Inhaltangaben

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Bewertung:
(Stimmen: 740 Durchschnitt: 4.2)

Zusammenfassung & Inhaltsangabe zur Handlung nach Akten und Szene

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Erster Akt

Der erste Akt zerfällt in zwei Hauptteile, indem die vier ersten Szenen im Miller‘schen Haus, die drei letzten in dem des Präsidenten spielen.

1. Szene – Zimmer im Haus von Miller

Gleich zu Anfang kündigt sich der tragische Charakter des Stückes an: Wir wohnen einem drastischen Ehekrach bei. Millers Frau hat die Liebe zwischen Ferdinand und Luise begünstigt. Der weitblickende Vater Miller will der Liebesgeschichte aber gleich ein Ende setzen.

2. Szene

Da erscheint Wurm, der Sekretär des Präsidenten. Er selbst hat auch ein Auge auf Luise Miller geworfen. Zunächst sondiert der Feigling aber das Terrain. Luises Mutter lässt ihn merken, dass sich für ihre Tochter bereits günstigere Aussichten eröffnet haben. Vater Miller gibt dem Aufdringlichen schließlich deutlich zu verstehen, dass er ihn als Schwiegersohn nicht haben möchte. So zieht sich der wenig erbaute Wurm zurück und Miller prophezeit zugleich die Intrige (Kabale), die der hinterhältige Wurm schmieden wird.

3. Szene

Jetzt kommt die Tochter der Millers, Luise, aus der Kirche. Ihre erste Frage gilt Ferdinand. Ihrem Vater ist ihre Liebe unrecht. Lieber sehe er es, wenn sie Ferdinand aufgeben würde.

4. Szene

Nachdem Vater und Mutter abgehen, erscheint der junge Major selbst. Die beiden Liebenden, die sonst in vertraulichem Gespräch so glücklich gewesen waren, stehen jetzt einander nicht erfreut gegenüber. Luise ist von trüben Ahnungen erfüllt. Ihr Vater hat ihr bereits offenbart, dass er ihr Ferdinand nicht geben will. Und Luise fürchtet auch, dass der Präsident von Walter, der Vater Ferdinands, genauso widersprechen wird. Ferdinand aber erklärt sich bereit, den Kampf mit den Standesvorurteilen aufzunehmen. Doch den Kampf nimmt er allein auf sich, er will sich „zwischen sie und das Schicksal werfen“. So zweifelt Luise am Erfolg. Mit Luise ahnen wir bereits das tragische Schicksal der Liebenden.

5. Szene – ein Saal im Hause von Präsident von Walter

Unterdessen zieht sich das Ungewitter auch im Haus des Präsidenten von Walter zusammen. Wie Miller vorausgesagt hat, hat Wurm dem Präsidenten mitgeteilt, was er von dem Liebesverhältnis erfahren hat. Obwohl der Präsident die Sache anfangs nicht ernst nehmen will, ärgert es ihn doch, dass seine Pläne durchkreuzt werden.

6. Szene

Schleunig teilt der Präsident dem Hofmarschall von Kalb mit, dass Ferdinand Lady Milford heiraten soll. Und da Präsident von Walter sich berechtigt fühlt, seinen Willen als Vater ebenso durchzusetzen wie er dies als Staatsmann tut, veranlasst er den Hofmarschall auch, die Verlobung bereits als feststehende Tatsache bekannt zu machen. Ferdinand wird hierdurch gezwungen, den getroffenen Anordnungen Folge zu leisten.

7. Szene

Jetzt erscheint sein Sohn Ferdinand. Von seinem Vater erfährt er, was sein Vater für sein künftiges Lebensglück geplant hat, dass er Ferdinand vermählen will. Lady Milford seine Hand zu reichen, ist für Ferdinand eine schmachvolle Zumutung. Er meint, er könne dies nicht, weil er bereits innerlich gebunden ist. Doch leider kann er seine Liebe zu Luise seinem Vater nicht offen gestehen. Hierzu bringt er nicht den Mut auf. Der Präsident vermutet daher, dass Ferdinands Verhältnis zu Luise nicht ernst zu nehmen sei. So muss sich Ferdinand entschließen, dem Willen seines Vaters vorläufig nachzugeben. Er hofft dabei, Lady Milford werde es nicht wagen, seine Hand zu erzwingen.

Zweiter Akt

Der zweite Akt zerfällt auch in zwei Abschnitte: Die drei ersten Szenen ereignen sich bei Lady Milford, die letzten Szenen im Haus von Miller.

1. Szene – Im Haus von Lady Milford

Lady Milford schüttet ihr Herz ihrer Kammerjungfer aus. Es ist ihre einzige Vertraute, sonst hat sie niemanden. Der einfache, immerwährende Sinnesgenuss des höfischen Lebens ermüdet sie, sie möchte die wahre Liebe mit Ferdinand spüren und den Hof verlassen. Doch diesem Traum des Glücks folgt alsbald ein bitteres Erwachen.

2. Szene

Zwar bringt ihr ein Kammerdiener des Fürsten ein kostbares Brautgeschenk, doch zugleich berichtet der Diener auch über den schändlichen Menschenhandel, den der Fürst mit seinen Landeskindern treibt. Lady Milford bekommt fürchterliche Wahrheiten zu hören. Dies versetzt sie in eine Stimmung, die wenig geeignet ist, Ferdinand zu empfangen.

3. Szene

Ferdinand erscheint dann auch noch in der Absicht, sie zu demütigen. Seine ersten Angriffe vermag sie noch abzuschlagen. Auch Ferdinand merkt, dass er in der Form seiner Beleidigung die Schranken der guten Manieren zu kühn überschritten hat. Durch ihre weibliche Beredsamkeit versteht sie es aber meisterhaft, sein Inneres zu ergreifen, so dass er die anfangs Verachtete bald in jugendlich exzentrischer Weise bewundert. Aber als sie ihm gesteht, dass sie von ihm gerettet zu werden wünscht und sich in den Hafen der Liebe träumt, muss er ihr sein Verhältnis zu Luise gestehen. Er hat sich bereits gebunden. Doch Lady Milford, die schon an das Herrschen und Regieren gewöhnt ist, will dieses Hindernis bekämpfen. Ihre Ehre steht auf dem Spiel. Sie drängt auf die Verbindung.

4. Szene – Zimmer im Haus Millers

Wir betreten nunmehr wieder Millers Haus, um einer mächtig erschütternden Szene beizuwohnen. Der Alte tobt noch schlimmer als im ersten Akt. Ein Bote des Ministers, der nach ihm fragen lässt, lässt nichts Gutes erwarten. Millers Frau ist völlig ratlos und Luise wird von banger Ahnung ergriffen.

5. Szene

Da tritt Ferdinand ein, um sich mit Luise über die mit Lady Milford zu vollziehende Vermählung auszusprechen. Zugleich will er sein Recht behaupten und den Kampf zwischen Liebe und Sohnespflicht bestehen.

6. Szene

Friedrich Schiller: "Kabale und Liebe", 2. Akt 7. Szene: Präsident von Walter hat Luise zutiefst beleidgt. Ihr Vater wehrt sich mit Beleidigungen. Der Präsident will sie in den Kerker werfen, doch Ferdinand droht, die Machenschaften seines Vaters öffentlich zu machen.

Friedrich Schiller: „Kabale und Liebe“, 2. Akt 7. Szene: Präsident von Walter hat Luise zutiefst beleidigt. Ihr Vater wehrt sich mit Beleidigungen. Der Präsident will sie in den Kerker werfen, doch Ferdinand droht, die Machenschaften seines Vaters öffentlich zu machen.

In dem Augenblick, wo Ferdinand wieder fort will, erscheint sein Vater, der Präsident. Auch wenn Ferdinand sich jetzt offen und feierlich zu Luise als seiner Braut bekennt und mit männlicher Entschiedenheit für ihre Ehre eintritt, wird sie doch von Präsidenten von Walter auf robuste und empörende Weise beleidigt. Das versetzt den alten Miller in Rage. In gerechter Entrüstung vergisst sich der in seiner Ehre tief verletzte Vater. Er beleidigt den Präsidenten, den Hof und droht sogar, von seinem Hausrecht Gebrauch zu machen. Dafür muss sich der Präsident Genugtuung verschaffen.

7. Szene

Präsident von Walter lässt Gerichtsdiener eintreten, um seine Befehle zu vollziehen. Tochter und Mutter sollen an den Pranger und der Vater ins Zuchthaus geführt werden. Ferdinand setzt sich mit Entschiedenheit zur Wehr. Doch nur durch die Drohung, das äußerste zu tun und die geheimen Verbrechen des Vaters an die Öffentlichkeit zu bringen, gelingt es Ferdinand, den Angriff seines Vaters zu durchkreuzen. Der Versuch, die Liebenden voneinander zu trennen, ist zunächst gescheitert. Weder Lady Milford, noch Präsident von Walter haben ihren Zweck erreicht.

Dieser Beitrag besteht aus 6 Seiten:

Kommentare

  1. Ich wurde ebenfalls von meiner Schule gezwungen dieses Buch zu lesen. Habe es nicht gemacht, weil ich mich auf den Inhalt nicht konzentrieren konnte und es langweilig finde. Diese Zusammenfassung hat mir das Wesentliche verdeutlicht. Ich bin sehr dankbar, dass ich diesen Beitrag gefunden habe, da ich morgen eine Deutsch-Arbeit über dieses Buch schreiben werde. Wünscht mir Glück 😉

  2. ich werde von der schule gezwungen das buch zu lesen, hab drauf gepfiffen und die Zusammenfassung hier gelesen:-) wieso in 132 Seiten beschreiben, wenn’s doch viel kürzer auch geht. ich hab mir bei der 1. Seite gedacht: die Kurzfassung, bitte.

    1. Ferdinand ist sehr besitzergreifend und will deshalb, dass niemand seine Luise haben kann außer ihm. Vermutlich vergiftet er deswegen sich selbst und Luise, damit sie die Reise nach dem Tod gemeinsam antreten können.

    2. Da Schiller Ferdinands Charakter so gestaltete (impulsiv, unbeherrscht etc.), so dass er am ende nur voller Eifersucht sie umbringt. Statt sich zu gewissern, ob der Brief tatsächlich ihres sei

  3. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber:

    „Als er begreift, dass er eine Unschuldige getötet hat, vergiftet er sich schließlich selbst.“

    stimmt nur so halb.
    Ferdinand sagt bereits im 5. Akt 7. Szene, bevor er die Wahrheit über den Brief erfährt:

    „(…) aber sei ruhig. Wir machen die Reise zusammen.“

    Er Möchte sich anscheinend mit Luise in den Tod reißen.

    Es wird zwar nach Luises Tod nochmal herausgestellt, dass er sich vergiftet, doch hat er meinem Verständnis nach schon vorher vorgehabt dies zu tun und wundert sich sogar, dass er noch gar nichts von dem Gift spürt.

    1. ja allerdings hat er behauptet er merke die wirkung des giftes nicht da er zu wenig zu sich genommen hat weshalb er dann mehr davon trinkt um ebenfalls zu sterben

    2. wenn ich mich recht erinnere hat er schon vor Luise einen Schluck des vergifteten Getränks genommen und sie danach „gezwungen“ auch davon zu trinken

  4. Wirklich sehr gute Zusammenfassung und Inhaltsangabe. Ich habe das Buch zwar gelesen, aber wenig Verstanden – zum Teil auch weil ich mich nicht auf den komplizierten Text konzentrieren konnte. Die Zusammenfassung der einzelnen Szenen hat aber sehr viel verdeutlicht. Dankeschön!

    1. kabale sind intrigen (=Arglistigkeit, Gemeinheit, Heimtücke, Hinterhältigkeit, Hinterlist, Machenschaften) z.b von Wurm mit dem gefälschten Liebesbrief an Kalb

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