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»Die Räuber« von Friedrich Schiller – Zusammenfassung und Inhaltsangabe zum Drama

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(Stimmen: 732 Durchschnitt: 3.9)

Szenenübersicht »Die Räuber«

Die Szenenübersicht gibt einen Einblick in Handlung, Ort und auftretende Personen. Klicken Sie auf die Szene, um direkt zum jeweiligen Text zu gelangen.

Aufzug 1,
Szene 1
Ort: Das Moorsche Schloss. Personen: Der alte Moor, Franz Moor

Franz überredet seinen Vater mit Hilfe von einem gefälschten Brief, seinen Bruder Karl zu enterben und zu verstoßen.

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Szene 2
Ort: Eine Schenke an der Grenze von Sachsen. Personen: Karl Moor, Spiegelberg, Roller, Schwarz u.a.

Karl möchte seinen Vater um Vergebung bitten, da erhält er den Brief, den sein Bruder Franz aufgesetzt hat. Karl erfährt, dass er verstoßen wird. Aus Verzweiflung gründet er mit seinen Kameraden eine Räuberbande, deren Hauptmann er wird.

Aufzug 1,
Szene 3
Ort: Amalias Zimmer im Moorschen Schloss. Personen: Amalia von Edelreich, Franz Moor

Franz will auch Amalia für sich besitzen, die Karl ihre Liebe geschworen hat. Amalia enttarnt das schändliche Treiben von Franz, der dafür Rache schwört.

Aufzug 2,
Szene 1
Ort: Das Moorsche Schloss. Personen: Franz Moor, Hermann
Franz will seinen Vater beseitigen, um sein Erbe antreten zu können, und schmiedet einen Plan. Hermann soll den alten Moor zu Tode erschrecken.
Aufzug 2,
Szene 2
Ort: Schlafzimmer vom alten Moor. Personen: Der alte Moor, Amalia, Daniel, Franz, Hermann
Der alte Moor ist voller Wehmut, weil er Karl verstoßen hat. Hermann gibt ihm mit gefälschten Beweisen Bericht von Karls Tod auf dem Schlachtfeld. Der Alte fällt völlig verzweifelt in Ohnmacht.
Aufzug 2,
Szene 3
Ort: Räuberlager im böhmischen Wald. Personen: Karl Moor, Spiegelberg, Razmann, Schweizer und andere Räuber, Pater
Die Räuber haben ihr schändliches Treiben in einer Stadt getrieben, die sie gebrandschatzt haben. Einfache Menschen, auch Kinder, fielen zum Opfer. Von Soldaten eingekesselt, will ein Pater die Räuber zur Aufgabe bewegen. Die Räuber aber ziehen mit Karl in den Kampf.
Aufzug 3,
Szene 1
Ort: Garten des Moorschen Schlosses. Personen: Amalia, Franz, Hermann
Franz will sich die Zuneigung Amalias gewaltsam erzwingen. Amalia wehrt ihn ab. Von Hermann erfährt sie, dass der alte Moor und auch ihr geliebter Karl noch am Leben sind.
Aufzug 3,
Szene 2
Ort: Räuberlager an der Donau. Personen: Karl Moor, Räuber, Kosinsky
Nach erfolgreicher Schlacht, erinnert sich Karl wehmütig an seine glückliche Kindheit. Als Kosinsky ihm von seinem ähnlichen Schicksal berichtet, will Karl Amalia wiedersehen und befiehlt der Bande, nach Franken aufzubrechen.
Aufzug 4,
Szene 1
Ort: Räuberlager nahe des Moorschen Schlosses. Personen: Karl Moor, Kosinsky

Wieder in der Heimat, will Karl das Schloss seines Vaters inkognito aufsuchen. Er schickt Kosinsky voraus.

Aufzug 4,
Szene 2
Ort: Ahnengalerie im Moorschen Schloss. Personen: Amalia, Karl, Franz, Daniel

Karl begegnet Amalia. Von bitteren Selbstvorwürfen gequält, rennt er davon. Franz ahnt, wer der Fremden ist. Er befiehlt Daniel, Karl zu töten.

Aufzug 4,
Szene 3
Ort: Zimmer im Schloss. Personen: Karl Moor, Daniel, Kosinsky

Daniel erkennt Karl und berichtet vom Mordauftrag seines Bruders.

Aufzug 4,
Szene 4
Ort: Garten des Schlosses. Personen: Amalia, Karl Moor

Amalia gesteht dem verkleideten Karl, dass sie ihrem Geliebten ewig treu bleiben wird. Karl bricht das Herz. Er flieht für immer.

Aufzug 4,
Szene 5
Ort: Wald beim Räuberlager. Personen: Schweizer, Spiegelberg und andere Räuber, Karl Moor, Hermann, der alte Moor

Spiegelberg will Hauptmann der Räuber werden und Karl dafür stürzen. Der treue Schweizer ersticht den Verräter. Karl entdeckt im Wald Hermann, wie er den eingesperrten alten Moor versorgt. Nur wird Karl das ganze Ausmaß der Schande von Franz gewahr. Die Räuber sollen das Schloss erobern.

Aufzug 5,
Szene 1
Ort: Korridor im Schloss. Personen: Daniel, Franz Moor, Schweizer

Franz peinigen seine Alpträume. Pastor Moser beschuldigt ihn der doppelten Sünde: Vater- und Brudermord. Aus Angst vor der Rache von Karl tötet sich Franz schließlich selbst.

Aufzug 5,
Szene 2
Ort: Räuberlager im Wald nahe des Schlosses. Personen: Der alte Moor, Karl, Räuber, Amalia

Karl gibt sich seinem Vater nicht zu erkennen, erhält aber seinen Segen. Die rückkehrenden Räuber berichten vom Tod von Franz und bringen Amalia mit. Die Räuber erinnern Karl an seinen Treueid. Ihrer beider Liebe ist unmöglich. Auf ihren Wunsch hin ersticht Karl Amalia. Sich selbst übergibt er der Justiz.

Dieser Beitrag besteht aus 5 Seiten:

Kommentare

  1. Wann erkennt der alte Moor, dass der Räuberhauptmann sein Sohn Karl ist?
    Ich versteh die diese Text Stelle nicht so genau.. auf eine schnelle Antwort würde ich mich freuen, habe bald eine Prüfung!

  2. Wie bezeichnet dieses Drama die Epoche Sturm und Drang ? Und worum geht es im Drama Schubarts zur Erzählung does menschlichen Herzens ??bzw kurz zusammenfassung ..

    1. Sicher hätte er das tun können, aber er fühlte sich seiner Räuberbande mehr verpflichtet, als seiner Verlobten, was allerdings nicht so gut geendet hat, für niemanden 😉

    1. Selbstmord wäre sicher eine Lösung, damit der „Held“ einen tragischen Tod erleidet, aber sicher keine, die dem Charakter von Karl entspricht. Bereits sein Bruder Franz hatte sich durch Selbstmord feige den Rächern entzogen und Schweizer, Karls treu ergebener Gefolgsmann, beging ebenfalls Selbstmord – in diesem Falle einen Ehrenselbstmord. Karls Charakter ist anders angelegt. Er folgt ja höheren Motiven, auch wenn er kläglich scheitert. Schon Ende des zweiten Aktes beginnt Karl Moor ja zu begreifen, dass er eben kein Robin Hood ist, sondern nur der Hauptmann einer Verbrecherbande. Das stürzte ihn zunehmend in die Verzweiflung. Eine Rückkehr zu seinem alten Leben ist ihm nicht mehr möglich. Auch zu seiner Geliebten Amalia kann er nicht mehr zurück. Die Räuber erinnern ihn nämlich an den Eid, den er ihnen geschworen hatte. Er hatte sich einem Räuberleben verschrieben, das er nun verabscheut. Räuberhauptmann will er nicht mehr sein. Sich jetzt aber durch Selbstmord feige der Situation zu entziehen, daran denkt er nicht. Ganz im Gegenteil. Er löste die Räuberbande auf (zumindest wollte er das) und macht sich selbst zum Opfer, um die „beleidigten Gesetze“ zu befriedigen. Er sagt: „Aber noch blieb mir etwas übrig, womit ich die beleidigte Gesetze versöhnen, und die misshandelte Ordnung wiederum heilen kann. Sie bedarf eines Opfers – eines Opfers, das ihre unverletzbare Majestät vor der ganzen Menschheit entfaltet – dieses Opfer bin ich selbst. Ich selbst muss für sie des Todes sterben.“ Seine Räuber verstehen das nicht und glauben, er will Selbstmord begehen, weshalb sie ihn entwaffnen wollen. Dem widerspricht er aber gleich. Er will sich als „Opfer“ der Justiz ausliefern, er will so die „Harmonie der Welt“ wiederherstellen. In den Händen der Justiz erwartet ihn ganz sicher auch der Tod. Wenigsten will er einem armen Schlucker noch unter die Arme greifen, indem dieser das auf ihn ausgesetzte Kopfgeld verdienen soll. So erinnert er an seine eigentlichen, weit verfehlten Motive als Räuberhauptmann. Die Räuber nennen das aber „Großmannssucht“.

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