HomeText: Wilhelm Tell3. AktWilhelm Tell – Text: 3. Aufzug, 3. Szene

Wilhelm Tell – Text: 3. Aufzug, 3. Szene

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Walther:
Ei Vater, sieh den Hut dort auf der Stange.

Tell:
Was kümmert uns der Hut? Komm, lass uns gehen.

Indem er abgehen will, tritt ihm Friesshardt mit vorgehaltner Pike entgegen.

Friesshardt:
In des Kaisers Namen! Haltet an und steht!

Tell greift in die Pike:
Was wollt Ihr? Warum haltet Ihr mich auf?

Friesshardt:
Ihr habt’s Mandat verletzt, Ihr müsst uns folgen.

Leuthold:
Ihr habt dem Hut nicht Reverenz bewiesen.

Tell:
Freund, lass mich gehen.

Friesshardt:
Fort, fort ins Gefängnis!

Walther:
Den Vater ins Gefängnis! Hülfe! Hülfe!

In die Szene rufend:

Herbei, ihr Männer, gute Leute helft,
Gewalt, Gewalt, sie führen ihn gefangen.

Rösselmann der Pfarrer und Petermann der Sigrist, kommen herbei, mit drei andern Männern.

Sigrist:
Was gibt’s?

Rösselmann:
Was legst du Hand an diesen Mann?

Friesshardt:
Er ist ein Feind des Kaisers, ein Verräter!

Tell fasst ihn heftig:
Ein Verräter, ich!

Rösselmann:
Du irrst dich Freund, das ist
Der Tell, ein Ehrenmann und guter Bürger.

Walther erblickt Walther Fürsten und eilt ihm entgegen:
Grossvater hilf, Gewalt geschieht dem Vater.

Friesshardt:
Ins Gefängnis, fort!

Walther Fürst herbeieilend:
Ich leiste Bürgschaft, haltet!
– Um Gottes willen, Tell, was ist geschehen?

Melchtal und Stauffacher kommen.

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