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»Maria Stuart« von Friedrich Schiller – Zusammenfassung und Inhaltsangaben zum Drama

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(Stimmen: 470 Durchschnitt: 3.9)

Kurze Zusammenfassung & Inhaltsangabe zur Handlung

Um den sicheren Tod zu entgehen, hofft Maria auf Lord Leicester, der Interesse an ihr zeigt und ein langjähriger Günstling von Elisabeth ist. Maria übergibt Mortimer, der Neffe ihres Bewachers Paulet, einen Brief an Leicester. Mortimer ist heimlich dem katholischen Glauben beigetreten und verehrt Maria ebenfalls. Er hält sie für die rechtmäßige Königin und will sie befreien. Über Paulet lässt Maria auch ein Schreiben an Elisabeth überbringen. In diesem bittet sie um ein Gespräch. In einer Unterredung mit Lord Burleigh zeigt sich Maria empört über das unfaire Verfahren und beteuert ihre Unschuld.

Maria Stuart, Charakter aus dem Schiller-Drama Maria Stuart, Zeichnung von Arthur Ramberg, 1859

Maria Stuart, Charakter aus dem Schiller-Drama Maria Stuart, Zeichnung von Arthur Ramberg, 1859

Die Meinungen der Adeligen zum Urteil über Maria Stuart sind sehr verschieden: Burleigh rät der englischen Königin, das Urteil zu vollstrecken. Graf Shrewsbury zweifelt daran, dass Elisabeth das Recht besitzt, über eine Königin zu richten. Und Leicester, diplomatisch, möchte das Urteil beibehalten, aber nicht vollstrecken. Elisabeth scheut die Unterzeichnung des Urteils, denn sie fürchtet den Zorn des Volkes. Der Brief Marias rührt sie. Um der Verantwortung für den Tod der Stuart zu entgehen, drängt sie Mortimer zum Mord an der Stuart. Zum Schein geht er auf diesen Auftrag ein.
Mortimer übergibt Leicester den Brief Marias. Beide wollen Maria helfen. Leicester überredet Elisabeth zu einem Treffen der Königinnen.

Ihr Zusammentreffen verläuft dramatisch: Maria appelliert zunächst an das Mitleid und die Gerechtigkeit Elisabeths. Doch Elisabeth reagiert mit Verachtung. Sie hält den Katholizismus, dem Maria anhängt, für eine Gefahr für das Land. Es kommt zum offenen Schlagabtausch zwischen den beiden. Shrewsbury trennt die Frauen. Leicester führt Elisabeth weg.

Elisabeth, Königin von England, Charakter aus dem Schiller-Drama Maria Stuart, Zeichnung von Arthur Ramberg, 1859

Elisabeth, Königin von England, Charakter aus dem Schiller-Drama Maria Stuart, Zeichnung von Arthur Ramberg, 1859

Wenige Tage später wird ein Anschlag auf Elisabeth ausgeübt, den Graf Shrewsbury vereitelt. Dahinter steht ein französischer Katholik, ein Gefolgsmann Mortimers. Kurzerhand werden die diplomatischen Beziehungen zu Frankreich abgebrochen und die von Burleigh arrangierte Hochzeit Elisabeths abgesagt. Den Fluchtplan Mortimers lehnt Maria ab. Graf Leicester und Mortimer drohen aufzufliegen. Leicester wird gewarnt, denn man hat Briefe von Maria an ihn gefunden. Um sich zu retten lässt er Mortimer festnehmen. Er überzeugt Elisabeth und Burleigh davon, dass er unschuldig ist. Er behauptet den Kontakt nur gesucht zu haben, um Maria auszuhorchen. Mortimer stürzt sich in seinen eigenen Dolch.

Elisabeths Zweifel bleiben. In Maria erkennt sie die Wurzel allen Übels. Sie unterzeichnet das Todesurteil und überlässt es dem Sekretär Davison, der nach seinem Befinden verfahren soll. Das Urteil gerät nun in die Hände Burleighs, der es vollstrecken will. Als Maria von dem Urteil erfährt, beichtet sie ein letztes Mal. Den Mord an ihrem Ehemann bereut sie, ebenso den Hass auf Elisabeth. Dem ihr vorgeworfenen Hochverrat bestreitet sie aufrichtig. Leicester erkennt den Verrat an ihrer Liebe. Der Hinrichtung Marias will er nicht beiwohnen. Elisabeth, die auf die Nachricht der Hinrichtung Marias wartet, erfährt von Shrewsbury, dass die Zeugen ihre Aussagen im Fall der Stuart widerrufen haben. Sie will das Verfahren wieder aufnehmen und fordert von Davison das Urteil zurück. Dieser versucht sich erfolglos zu rechtfertigen. Burleigh wird verbannt, Davison wird im Tower eingekerkert. Shrewsbury lehnt das Angebot der Königin ab, die ihn zum königlichen Berater ernennen will. Leicester setzt sich nach Frankreich ab. Elisabeth bleibt verlassen zurück.

Dieser Beitrag besteht aus 4 Seiten:

Kommentare

  1. Im 4. Akt, 2. Abschnitt, Zeile 9 und 10 steht ja, dass das Volk die Hinrichtung der Stuart unterstützt, weshalb also macht sich Elisabeth noch derartige Sorgen um ihr Ansehen?

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